
Der mexikanische Viel-Filmer Rene Cardona Jr. ist ja schon ein Guter. In "Fabricantes de pánico" lässt er nicht nur meinen Hugo Stiglitz wieder einmal den Helden spielen, sondern auch noch Marisa Mell, die das "panico" im Titel für ihren Gesichtsausdruck wohl zu wörtlich genommen hat. Der Film ist eine sympathische, wenn auch nicht gänzlich gelungene Mischung aus "Car-Chase" und "Home-Invasion", wobei die zahlreichen Verfolgungsjagden irgendwann mal zu viel des Guten werden. Da einige Handlungsstränge parallel laufen, bleiben auch die zahlreichen Figuren etwas blass und ein bissl mehr Story und weniger "Kawumm" hätte sicher nicht geschadet. Lässt sich aber gut gucken und hat sogar eine sehr eindrucksvolle Szene mit einem Bus, bei der ich doch glatt zurückspulen musste. Danke nochmals meinem Nello für die eine Minute mehr an Hugo!
Die Glut der Sonne

Sehr einfach gestrickter Italo-Western mit Anleihen bei Shakespeare, der nicht nur langweilig, sondern auch ziemlich doof ist. Der sehr hohe Bodycount soll wohl von der simplen Geschichte und den oberflächlich ge- und überzeichneten Figuren ablenken, die Fremdschämen neu definieren. Besonders doof auch, wenn man den Streifen mit einem Darsteller bewirbt, dessen Rolle so kurz ist, dass er nicht einmal in den Credits gelistet ist. Der Naschy Paule wusste schon, dass das Genre nix taugt und ist danach auch in keinem Western mehr aufgetaucht. Ein Film für Zuschauer, die wohl auch nix dagegen haben, dass Frauen "gezähmt" und "geschlagen" werden müssen und überzeichneten Pathos mit Männlichkeit verwechseln. Ach ja, die Pferde sind vermutlich auch alle freiwillig gestürzt. Mindestens so schlecht wie "Mit Django kam der Tod". Das Thema Western ist für mich jetzt aber endgültig abgehakt und warum zum Teufel gibts hier eigentlich kein Mittelfinger-Smiley?















