Gestern hatt ich doch einen doch etwas seltsamen Film-Abend. Normalerweise schau ich mir ja die Filme an und am nächsten Tag wird ein bissl gegoogelt, was die Leutchen dann noch so alles gemacht haben bzw. wie andere Leute über das Teil denken. Gestern waren aber unbewusst gleich zwei höchst unterschiedliche Filme im Player, die dennoch eines gemeinsam haben, nämlich die Tatsache, dass beide Hauptdarsteller während oder nach den Dreharbeiten verstorben sind. Der Hauptdarsteller von "I love Vienna" wurde Opfer eines politischen Attentats und der Hauptdarsteller aus "Golden Eagle" verstarb bei den Dreharbeiten der Abschlusszene.
I Love Vienna
Mäßig unterhaltsame Multi-Kulti-Komödie aus Österreich von Regisseur Houchang Allahyari über einen persischen Deutschlehrer, der samt Schwester und Sohn nach Wien kommt und bemerken muss, dass die Stadt mit Sissi-Klischee nicht viel gemeinsam hat. Natürlich landet man in einer miesen Absteige und verliebt sich trotzdem in eine westliche Frau, die mit persischen Tradtitionen nicht viel am Hut hat. Das führt natürlich zu allerlei Problemen und schon bald ist im Leben des gläubigen Mannes nichts mehr so, wie es einmal war. Am Ende gibts zwar sowas wie ein (offenes) Happy-End, zwischendurch schlägt der Film aber eher dramatische Töne an und es gibt Marisa Mell in ihrer letzten Rolle als etwas skurrile Figur der Selina, die sich als Bauchtänzerin wacker und entrückt durch die Handlung tanzt. Insgesamt zwar okay, aber schon irgendwie viel zu durchschnittlich.
Hauptdarsteller Freydoun Farokhzad wurde im Jahr 1992 in seinem politischen Exil in Bonn mit seinem Sohn, der ebenfalls in "I love Vienna" mitspielt Opfer eines grausigen Attentats. Der Regime-kritische Sänger, Poet und Schauspieler, der sich noch immer größter Beliebtheit erfreut und sich nach seiner Flucht öffentlich gegen das iranische Regimme wandte wurde im Auftrag der fanatischen Regierung erstochen und grausam zugerichtet.
Golden Eagle / Insee thong
Rome ist ein Undercover-Agent der als mysteriöser "Red Eagle" gegen das Böse kämpft und im wahren Leben seine geheime Existenz als Trunkenbold vertuscht. Als ein Bösewicht der "Red-Bamboo-Gang" unter seinem Alter-Ego jedoch Straftaten begeht, verändert Rome sein Konzept und tritt als "Golden Eagle" gegen die Gang und seinem schier übermächtigen Boss an, der auch mit magischen Kräften und Hypnose seine Opfer tötet. Er bricht in das Hauptquartier der Bande ein, rettet Entführungsoper und dreht am Ende so richtig auf.
Sehr obskurer und furchtbar trashiger Action-Film aus Thailand, der irgendwie nicht von dieser Welt ist. Keine Ahnung, ob es sich dabei um eine Art Serie handelt, jedenfalls bekommt der Zuschauer keine Erklärung für das teilweise schon sehr absonderliche Geschehen. Die Story ist wild, die Actioneinalgen diletantisch, aber das Ganze nicht uncharmant. Tragische Berühmtheit erlangte der Film jedoch aufgrund der Tatsache, dass Hauptdarsteller und Regisseur Mitr Chaibancha beim gedrehten Stunt für das Finale tödlich verunglückte. Das Drehbuch sah vor, dass sich "golden Eagle" auf die Strickleiter eines Hubschraubers springt und dann von einem Hubschrauber davon fliegt. Der Hubschrauber flog jedoch zu hoch und Mitr verlor wohl den Halt und stürzt in den Tod. Die Szene ist sogar - jeodch ohne Absturz - am Ende zu sehen...