Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

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Moderator: jogiwan

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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Night has a Thousand Desires

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Das Medium Irina tingelt mit ihrem Freund Fabian durch die Nachtclubs vom Spanien und unterhält das Publikum indem sie Dinge beschreiben kann, die sie durch Fabians Augen erkennen kann. Die Beziehung der beiden steht jedoch nicht zum Besten und obwohl Irina ihren Freund liebt, wirkt dieser in letzter Zeit etwas distanziert. Eines Tages hat Irina einen schrecklichen Alptraum in dem sie einen Mann ermordet, der jedoch so real wirkt, dass die junge Frau den Verdacht hegt, dass sich die furchtbaren Szenen auch im realen Leben abgespielt haben könnten. Während Fabian sie beruhigen möchte und auch ein Psychiater von verdrängten Ängsten spricht, wiederholt sich das seltsame Spiel auf drastische Weise und Irina wird das Gefühl nicht los, dass sie zunehmend die Kontrolle über ihr Leben verliert…

Ich war ja schon geneigt zu behaupten, dass in Jess Francos „Golden Films Internacional“-Schaffensperiode kein einziger halbwegs brauchbarer Film dabei ist, wobei ich dank „Night has a Thousand Desires“ nun meine Meinung etwas revidieren muss. Der ist zwar quasi ein Remake von „Die Nackten Augen der Nacht“ bzw. „Der Ruf der blonden Göttin“ aber ein guckbarer Film, der mit seiner alptraumartigen Atmosphäre zumindest etwas in Richtung Horror tendiert und sich nicht nur auf seine Softcore-Szenen verlässt. Zwar gibt es eine ausgedehnte Orgie und nackte Tatsachen natürlich auch, aber wesentlich mehr Darsteller, Story und Handlungsorte als in anderen Werken dieser Schaffensperiode üblich. Auch in Punkto Inszenierung wirkt „Night has Thousand Desires“ kreativer und Franco ist hier dank exotischer Locations auch der ein- oder andere hübsche Shot gelungen, der nicht nur nach improvisierten Gezoome ausschaut. Das Ende wirkt dann leider etwas überhastet und passt nicht wirklich und auch die experimentelle Musikuntermalung ist jetzt auch nicht das, was man unter angenehm verstehen würde. Interessant auch noch die Tatsache, dass der gesamte Cast von „Historia Sexual de O“ mit denselben Klamotten am Start ist und der Film auch teils an den selben Locations realisiert wurde. Vielleicht bin ich gerade auf dem besten Weg mich mit Francos Achtzigerwerken zu versöhnen, aber auf einem Punkteraster würde ich den Film aber immer noch im unteren Drittel verorten. Immerhin kein Totalausfall und nach den vier furchtbaren Filmen der Woche zumindest so etwas wie ein ganz kleiner Lichtblick.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

NIght of the Demon

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jogiwan hat geschrieben:
Mo 5. Aug 2013, 09:28
Haarsträubend schlechtes Splatterfilmchen, das hierzulande wohl in der Tradition von „Tanz der Teufel“ vermarktet wurde. Statt übernatürlicher Elemente und Zombies gibt es hier aber einen gewaltbereiten Bigfoot (ohne Hendersons), der auch ordentlich blutig zur Tat schreitet. Statt Terrorfeeling gibt es jedoch nur ein dünnes Story-Süppchen das recht unbedarft Bigfoot-Thematik mit schwarzer Magie vermengt und im Grunde auch nur dazu dient, in sinnlosen Rückblenden dem Zuschauer jede Menge Gore zu präsentieren. Dabei gibt es auch eine berüchtigte Szene und in Punkto Gore dreht „Night of the Demon“ auch ordentlich auf, aber unterhaltsam und kurzweilig geht doch definitiv anders. Das sich alle Figuren wieder einmal komplett daneben benehmen, alles keinen Sinn ergibt und das Monster auch noch ziemlich grottig aussieht, trübt das Sehvergnügen dann auch doch sehr maßgeblich.
Gestern die Ami-Blu-Ray von Severin geschaut und es sagt schon einiges aus, wenn man sich so überhaupt nicht mehr daran erinnern kann, diesen Film jemals gesehen zu haben. Jedenfalls war das gestern bei mir der Fall und auch gestern hat "Night of the Demon" wieder enttäuscht. Der mag zwar der blutigste aller Bigfoot-Filme sein, aber auch so ziemlich der grottigste. Schlechte Darsteller, schlechte Geschichte, schlechte Rückblenden, schlechtes Alles! Einzig die Schmoddereien wirken halbwegs professionell, aber viel mehr hat dieses Low-Budget-Filmchen aus den Achtzigern ja leider nicht zu bieten. Aber schau ich in ein paar Jahrzehnten sicher wieder mal, wenn ich dann bereits schon wieder völlig vergessen hab, wie sehr enttäuschend die beiden vorangegangenen Sichtungen waren.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Dark Glasses

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01.jpg (41.2 KiB) 69 mal betrachtet
Mit der Sonnenfinsternis zu Beginn des Streifens ist „Dark Glasses“ eigentlich schon ganz gut umschrieben: viel Licht und auch viel Schatten im Spätwerk von Dario Argento, dass in vielen Punkten heimelig und vertraut wirkt, und sich dann mit seltsam anmutenden Szenen wieder selbst ein Bein stellt. Was in den Siebzigern mit surrealistischer Traumatmosphäre ja noch leichter durchging, kann man hier ja durchaus kritischer sehen und ein guter Geschichtenerzähler war Argento ja auch noch nie und auch die Figurenzeichnung war und ist ihm nicht so wichtig. Manche Momente sind durchaus spannend und schön gemacht und dann gibt es auch immer wieder Szenen, bei denen man sich fragen muss, wer ihm diese abkaufen soll. Stichwort unfähige Polizisten oder Wasserschlangen oder auch das verfolgte Opfer, dass keine Gelegenheit auslässt um auf sich aufmerksam zu machen. Aber als Fan seiner Werke sieht man das wohl etwas kritischer als andere Menschen und ich will „Dark Glasses“ auch nicht nur auf die negativen Punkte reduzieren. Manche selbst referenzielle Szenen, Ereignisse und auch die Musik lassen die Erinnerung an bessere Zeit aufleben und dennoch muss man akzeptieren, dass sich die Zeiten, der Publikumsgeschmack, Sehgewohnheiten und die Produktionsbedingungen einfach geändert haben und niemand was davon hat, wenn Filme aus vergangenen Jahrzehnten sklavisch nachgebastelt und imitiert werden. Argento probiert das mit „Dark Glasses“ auch gar nicht.
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jogiwan
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Un Silencio de Tumba

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Valerie hasst ihre Schwester Anette, die als erfolgreiche, wie selbstsüchtige Schauspielerin ihr Geld verdient und samt Anhang ein Wochenende auf einer entlegenen Insel verbringt. Dort wacht Valerie über den Sohn von Anette, der von dem unsteten Lebensstil seiner Mutter und deren Umfeld nicht mitbekommen soll und fernab egozentrischer Menschen behütet aufwächst. Als Valerie zudem erfährt, dass Anette plant ihren Sohn mitzunehmen, kommt es zum Streit. Wenig später ist der Sohn verschwunden und die Gruppe mit einer Lösegeldforderung konfrontiert. Obwohl das Geld aufgetrieben wird, bleibt das Kind verschwunden und als es die erste Leiche gibt, wird der Gruppe klar, dass einer der Gäste ein falsches Spiel treibt und die abgelegene Insel längst zur Todesfalle geworden ist…

Solider, wenn auch reichlich konstruiert wirkender Thriller über eine Gruppe egozentrischer Menschen, die auf einer abgelegenen Insel zum Ziel eines unbekannten Killers wird. Die Geschichte geht mit dem abgelegenen Handlungsort und den exzentrischen Figuren etwas in Richtung Agatha Christie und auch die Hauptprotagonistin ist eher eine psychisch labile Figur, die keinen Hehl aus dem Hass auf ihre Schwester macht. Im Grunde kann es auch jeder sein und so ist die Auflösung dann auch dementsprechend. Der Streifen wurde ja anscheinend bereits Anfang der Siebziger gedreht und kam dann erst 1976 in die spanischen Kinos, was aber sicherlich nicht an der Qualität des Streifens liegt, der in einer durchaus fruchtbaren Schaffensperiode des Regisseurs entstanden ist. Auffällig auch die Ähnlichkeit von Hauptdarstellerin Montserrat Prous mit der Lina Romay, die ja einen sehr, sehr ähnlichen Frauentyp verkörpern. Realisiert in Calpe ist dieser sommerliche Mystery-Thriller dann auch ein durchaus spannender Film, der auf den üblichen Sleaze und Zoom-Orgien völlig verzichtet und Fans von Ibero-Thrillern auch gut munden sollte, wenn man so etwas wie Logik etwas außer Acht lassen kann.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Bahia Blanca

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01.jpg (37.41 KiB) 30 mal betrachtet
Eines Tages wird die Leiche eines Fischers an die Küste einer 700-Seelen-Gemeinde gespült und als ein Arzt Mord als Todesursache feststellt, führt eine Spur den Polizisten Carlos auf eine kleine Insel. Dort trifft er mit Alida auf eine alte Bekannte aus Jugendtagen, die dort mit ihrer stummen und geistig zurückgebliebenen Schwester Maria wohnt und ihr Geld mit einem kleinen Lokal und körperlichen Diensten verdient. Da Alida jedoch auch die Geliebte des Kriminellen Raul ist, gerät Carlos bei seinen Ermittlungen an dem Mord rasch ins Fadenkreuz unterschiedlichster Interessen. Alida gesteht dem Polizisten ihre Liebe und als einer von Rauls Leuten über die stumme Maria herfällt, eskalieren die Ereignisse und alle die gestrandeten Seelen steuern geradewegs auf ein tragisches Ende hin…

Dank eines sehr lieben Menschen bin ich jetzt recht unerwartet rasch in den Genuss von „Bahia Blanca“ gekommen, der ja ebenfalls eher eine unerwartet dramatische Richtung einschlägt und von unerfüllten Träumen und gescheiterten Lebensentwürfen erzählt. Eingerahmt in eine Handlung um einen Mord an einem Fischer präsentiert Franco ein Universum an kaputten, korrupten und heruntergekommenen Seelen, dass wie bei Franco in dieser Schaffensperiode von keinem guten Menschenbild zeugt und auch seinen gestrandeten Figuren wenig Hoffnung auf ein besseres Leben zugesteht. Optimismus und Lebensfreude sucht man hier trotz exotischer Schauplätze und stimmiger Bilder von Sonnenuntergängen und Stränden eher vergeblich und Franco verlässt sich hier auch mehr auf Stimmungen, als auf charakterliche Tiefe, die er seinen heruntergekommenen Figuren zugesteht. Sex und Gewalt rücken in den Hintergrund und dennoch funzt die Geschichte im Spannungsfeld von Drama und Krimi dank eher oberflächlicher Figurenzeichnung nur bedingt und abermals fehlt mir persönlich einfach eine positive Identifikationsfigur, mit der ich in der Geschichte emotional anknüpfen kann. Viel mehr scheint „Bahia Blanca“ in einer Zeit entstanden, in dem Franco von seinen Mitmenschen und Umfeld enttäuscht gewesen zu sein scheint und dieses auch in seiner filmischen Output verarbeitet hat.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Los Ojos Siniestros del Doctor Orloff

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Seit ihrer Geburt ist die wohlhabende Melissa Comfort an den Rollstuhl gefesselt und wird von schrecklichen Alpträumen gequält. Als ihre Familie den erst kürzlich in die Gegend zurückgekehrten Dr. Orloff beauftragt, sich um das Seelenleben der jungen Frau zu kümmern, erinnert diese Melissa auch an den schrecklichen Tod ihres Vaters, den sie miterleben musste und ihr Bewusstsein verdrängt hat. Doch weder ihre habgierige Familie, noch Dr. Orloff meint es gut mit Melissa, die bald zum Werkzeug des verrückten Arztes wird, um sich an der Familie Comfort zu rächen. Während es bald einige Leichen gibt und Melissa mit schrecklichen Visionen immer mehr in den Wahnsinn getrieben wird, bleiben die seltsame Ereignisse auf dem Anwesen der Familie auch der Polizei und Nachbarn nicht verborgen.

Jess Franco Grusler, der wohl schon bereits 1973 gedreht wurde, aber erst 1978 in die spanischen Kinos kam und auch erst die letzten Jahre über die Staaten verfügbar wurde. Dabei ist „Los ojos de siniestros del doctor Orloff“ ja gar nicht mal so übel, aber auch nicht sonderlich aufregend, sondern im Großen und Ganzen doch ziemlich durchschnittlich. Die Geschichte über eine junge Frau, eine habgierige Familie und einem durchgeknallten Mediziner mit Rachephantasien ist ja ziemlich haarsträubend konstruiert und wirkt auch eher erheiternd als irgendwie gruselig. Vieles wirkt etwas überhastet und improvisiert, was wohl auch schon der Arbeitsweise Francos geschuldet war, sich gleich mehreren Projekten gleichzeitig zu widmen. So hat „The Sinister Eyes of Dr. Orloff“ ja nicht einmal richtige Title-Credits, sondern die Namen der Schauspieler wurden über eine Szene mit William Berger gelegt, die im Film dann noch einmal verwendet wird. Ansonsten gibt es ansprechende Damen, viel (alp-)traumartige Atmosphäre, ein bissl Mad-Scientist, seltsam anmutende Dialoge und eine eher unspektakuläre Auflösung, über die man sich wohl nicht zu viele Gedanken machen sollte. Irgendwie hat man wie bei Franco so oft das Gefühl, das alles schon mal irgendwo gesehen zu haben und hat es das vermutlich auch. Alles in allem gediegener Franco-Siebziger-Standard, der in knapp 81 Minuten nicht viel Neues bietet, aber sich durchaus gucken lässt.
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Re: Friedhof ohne Kreuze - das Jess Rollin-Tribute-Filmtagebuch

Beitrag von jogiwan »

Austin Powers - Das Schärfste, was ihre Majestät zu bieten hat

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Austin Powers ist nicht nur Frauenheld und Modefotograf, sondern auch noch Agent seiner Majestät und geht im London der Swinging Sixties auch voll und ganz auf. Als sich sein Widersacher Dr. Evil in einer kryogenischen Kapsel einfrieren lässt um seiner Verhaftung zu entgehen und ins All entschwindet, lässt sich auch der Agent einfrieren um so für seine Rückkehr gewappnet zu sein. Diese erfolgt auch dreißig Jahre später und so findet sich Austin auf einmal in einer Welt wieder, die sich stark gewandelt hat und die freie Liebe und Revolution der politischen Korrektheit und dem Spießertum gewichen ist. Dennoch lässt sich der lebensfrohe Mann nicht davon abbringen, sich in seine neue Partnerin zu verlieben und nebenher auch noch die Welt von den schrecklichen Plänen von Dr. Evil zu retten.

„Austin Powers - Das Schärfste, was ihre Majestät zu bieten hat“ ist auch irgendwie ein Film, den man irgendwann man gesehen hat und den man auch irgendwie besser und lustiger in Erinnerung hat. Zwar ist die Geschichte im Grunde großartig und die Figuren super, aber unter der Regie von Jay Roach wird daraus leider kein bissiges Statement zu gesellschaftlichen Entwicklungen, sondern eine mäßig unterhaltsame Parodie auf James Bond und Eurospy-Filme, die sich gut und gerne auch immer wieder mal in allerlei Nebensächlichkeiten verzettelt. Zwar hat der Streifen sicherlich seine guten Momente, aber gerade wenn es um Sex und freie Liebe geht, wirkt „Austin Powers“ dann doch völlig verklemmt und auch der Gag, den Tod von unbekannten Bösewichten aus der dritten Reihe weiter zu verfolgen nutzt sich auch rasch ab oder bringt der Geschichte nichts. Insgesamt betrachtet sind schon ein paar Schmunzler drinnen und der Auftakt ist immer noch eine lustig-bunte Sache, aber dann geht es doch rapide abwärts und auch die ganzen Cameos von bekannten Gesichtern können nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Austin Powers“ neben seiner – zugegeben – lustigen Grundidee und seinen Figuren nicht viel herausholen kann und keine seiner zahlreichen Möglichkeiten wirklich nutzt, außer daraus eine kommerzige, familientaugliche und beliebige Kostüm-Komödie für die breite Masse zu machen.
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