Night in Paradise - Park Hoon-jeong (2021)

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fritzcarraldo
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Night in Paradise - Park Hoon-jeong (2021)

Beitrag von fritzcarraldo »

Gewalt, Rache, Verrat, Freundschaft.
NIGHT IN PARADISE
(Nakwoneui bam)

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(Südkorea 2021)
Regie: Park Hoon-jeong
Darsteller: Eom Tae-goo, Jeon Yeo-bin.
Gangster Tae-gu (Eom Tae-goo) arbeitet in Seoul für einen Mafia-Klan. Als seine Schwester und seine Nichte bei einem Anschlag durch einen verfeindeten anderen Klan sterben, sinnt er auf Rache. Diese bekommt er auch, allerdings muss er danach fliehen. Er soll nach einer Woche auf der Insel Jeju abgeholt werden, damit er nach Wladiwostok fliehen kann. Auf Jeju freundet er sich mit der todkranken Jae-yeon (Jeon Yeo-bin), der Tochter seines Gastgebers an. Doch viel Zeit bleibt ihnen nicht, da ihm die Killer des verfeindeten Klans auf den Fersen sind. Und nicht nur diese....
NIGHT IN PARADISE hat mich tatsächlich etwas überrascht. Ausgangspunkt ist zwar die typische "Gangster-nimmt-Rache"-Story, aber irgendwie scheint es so, als ob Tae-gu diesen Part nur widerwillig übernehmen möchte. Er wirkt sehr zurückhaltend und auch müde. Man wartet immer darauf, dass er irgendwann "explodiert". Auch die anderen Personen sind teilweise eher untypisch. Da ist z.B. sein Boss, der komplett unsicher agiert und dann auch vor dem ermittelnden Kommissar, der eigentlich von der Mafia geschmiert wurde, zu Kreuze kriechen muss. Und so hat man dann auch das Gefühl. dass die drohende Katastrophe nicht durch das übliche kriminelle Kalkül ausgelöst wird, sondern eher durch Inkompetenz. Die Freundschaft zwischen Tae-gu und Jae-yeon wirkt zwar eher schroff, aber es haben sich augenscheinlich zwei Seelenverwandte getroffen. Sehr ruhige Sequenzen wechseln sich mit ultrabrutalen Szenen ab, die besonders zum Ende hin für mich persönlich fast unerträglich waren. Wahrscheinlich lag dies daran, dass NIGHT IN PARADISE nicht John-Wick-mäßig daher kommt, sondern eher die Realismus-Karte ausspielt. Ich gebe zu dass ich das auch erst einmal verarbeiten musste, bin aber schon der Meinung, dass der Film großes Kino ist, wenn er denn im selbigen laufen würde / könnte. Auf jeden Fall ist er besser als der Splatter-Action-Streifen THE NIGHT COMES FOR US (Indonesien 2018) oder der langweilige TIME TO HUNT (Südkorea 2020), die ich zuletzt gesehen hatte und die ähnlich gelagert waren. Nur A SUN (Taiwan 2020) konnte da in letzter Zeit mithalten.
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"Das Leben ist noch verrückter als Scheiße!" (Es war einmal in Amerika)

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