The Strange World of Coffin Joe - José Mojica Marins (1968)

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The Strange World of Coffin Joe - José Mojica Marins (1968)

Beitrag von jogiwan »

The Strange World of Coffin Joe

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Originaltitel: O Estranho Mundo de Ze do Caixao

Herstellungsland: Brasilien / 1968

Regie: José Mojica Marins

Darsteller: José Mojica Marins, Anselmo Alves, Marlene Alves, Salvador Amaral, Adílson Antunes

Story:

Coffin Joe ist ja nicht gerade als Menschenfreund bekannt und präsentiert uns hier drei düsteren Erzählungen des Makabren, die seine nihilistische Sicht auf die Welt bestätigen. In der ersten Episode treffen wir auf einen alten Puppenmacher mit seinen vier hübschen Töchtern, bei der sich eine Einbrecherbande vermeintlich leichtes Spiel erwarten. In Episode zwei treffen wir auf einen traurigen Mann, dessen Liebe zu einer unnahbaren Frau über den Tod hinausgeht und in Episode drei trifft ein Journalist und dessen Ehefrau auf einem ominösen Professor, der mit durchaus drastischen Mitteln beweisen möchte, dass so etwas wie Liebe nicht existiert.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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jogiwan
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Re: The Strange World of Coffin Joe - José Mojica Marins (1968)

Beitrag von jogiwan »

Eigentlich unvorstellbar, was der werte Herr José Mojica Marins bereits in den Sechzigerjahren dem staunenden Publikum so alles zugemutet hat und nach seinen beiden Coffin-Joe-Filmen war die Welt wohl bereits für beliebten Anthologie-Horror, in der die titelgebende Figur jedoch nur zu Beginn einen kurzen Auftritt hat. Die drei Episoden haben es ja thematisch durchaus in sich und geizen auch nicht mit entsprechenden Schauwerten. Episode eins wirkt ja noch recht konventionell, während es in der zweiten Episode mit dem Thema Nekrophilie schon mehr ans Eingemachte geht. Highlight ist dann aber die dritte Geschichte, in der Regisseur Marins einen Professor darstellt, der auch der Zwillingsbruder von dem werten Sarg-Josef sein könnte und die Liebe eines Ehepaares drastisch auf die Probe stellt. In der dritten Episode wird dann auch nichts ausgelassen und man kann sich die entsetzten Blicke der eher konservativ, abergläubisch und religiösen Brasilianer förmlich vorstellen. Coffin Joe schenkt seinen Protagonisten und dem Publikum ja nichts und auch meine Begeisterung kennt abermals keine Grenzen. Sicherlich wirken die Kulissen billig, die Darstellungen meist überzogen und auch der Schmodder ist immer leicht zu durchschauen, aber andererseits kommt man aus dem Staunen nicht heraus, mit welcher Konsequenz hier alles durchgezogen wird.
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